Am Mittwoch, im Rahmen der Tage der sozialen Kompetenz, erlebte die Klasse 6a der Regelschule einen besonderen Vormittag, der ganz im Zeichen von Engagement, Hilfsbereitschaft und gesellschaftlichem Miteinander stand. Drei Stunden lang erkundeten die 24 Schülerinnen und Schüler verschiedene soziale Einrichtungen in Weimar und erhielten dabei vielfältige Einblicke in Möglichkeiten des freiwilligen Engagements.
Einstieg: Plakat und Gespräch
Die Schülerinnen und Schüler hatten in der ersten Stunde bereits Plakate entworfen, in denen sie ihre Gedanken und Ideen zum Thema festhielten. Stefanie Lachmann, Koordinatorin der EhrenamtsAgentur und Organisatorin des Schülerfreiwilligentages für Weimar, sprach in der zweiten Stunde mit den Kindern über die Bedeutung von Helfen, Ehrenamt und sozialem Einsatz. Gemeinsam wurde diskutiert, warum Engagement wichtig ist und welche Einsatzmöglichkeiten es gibt. Die Kinder hatten viele Beispiele aus dem privaten Bereich, aus Vereinen und Einrichtungen zusammengestellt.
Engagementspaziergang durch Weimar
Angeführt von Frau Lachmann begab sich die Klasse im Anschluss auf einen Engagementspaziergang durch die Nordvorstadt. Dabei wurden soziale Einrichtungen besucht oder gestreift, die exemplarisch zeigen, wie vielfältig Engagement in Weimar sein kann. Start war der Rathenau-Platz. Begleitet wurde die Klasse von ihrer Klassenlehrerin Birgit Bergmann, einer Lehramtsstudentin im Praxissemester sowie einem Schulbegleiter.
Die Stationen umfassten unter anderem:
- Schenke – Umsonstladen Die Kinder erfuhren, wie nachhaltiges Teilen funktioniert und wie der Laden Menschen unterstützt, die Dinge des täglichen Bedarfs tauschen können.
- Montessori Kindergarten „Villa Lustig“ Hier bekamen die Schülerinnen und Schüler von Leiterin Cosima Lust Einblicke in den Alltag der Erzieherinnen und Erzieher und die Bedeutung frühkindlicher Betreuung.
- Seniorenheim Friedrich-Zimmer-Haus Die Klasse lernte von Sozialdienstleiterin Regine Süß, wie wichtig Zuwendung und Unterstützung im Alter sind und was das Leben mit Demenz bedeutet.
- Kinderhaus Weimar Mehrere Kinder der 6a kannten diesen Ort. Hier kann man in Ruhe Hausaufgaben machen und hat viel Platz zum Toben und Spielen.
- Weitere soziale Einrichtungen entlang des Weges Kurze Stopps, wie bei der Other Music Academy, dem Frauenhaus oder Pflegeheim der Caritas, boten Gelegenheit, Fragen zu stellen und unterschiedliche Formen des Engagements kennenzulernen. Die ca. 2 km lange Tour durch die Nordvorstadt war geradezu gespickt mit Engagement-Haltepunkten.
Abschluss in der EhrenamtsAgentur
Der Rundgang, den Stefanie Lachmann im Vorfeld für die Klasse vorbereitet hatte, endete in der EhrenamtsAgentur der Bürgerstiftung Weimar auf dem Teichplatz. Dort wurde ein Vermittlungsgespräch mit einem Ehrenamtlichen simuliert und die Angebote und Einrichtungen der Bürgerstiftung Weimar vorgestellt. Die Klasse wird 2026 am Schülerfreiwilligentag teilnehmen, um selbst aktiv mit anzupacken.

